Tamiflu Nebenwirkungen
Tamiflu mit dem Wirkstoff Oseltamivir ist ein rezeptpflichtiges Medikament zur Behandlung von Infektionen mit Influenza Viren. Wie alle Medikamente kann auch Tamiflu zu Nebenwirkungen während der Behandlung führen. Da Patienten unterschiedlich auf Medikamente reagieren, erfahren sie unterschiedliche Nebenwirkungen. Das bedeutet auch, dass bei weitem nicht jeder Patient überhaupt Nebenwirkungen erfährt. Sollten Nebenwirkungen auftreten, dann meist zu Beginn der Behandlung. Falls Sie Nebenwirkungen verspüren, ist dringend anzuraten, einen Arzt zu kontaktieren und die Möglichkeiten und den weiteren Verlauf der Behandlung zu besprechen.
Mögliche Nebenwirkungen von Tamiflu sind:
- Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
- Kopfschmerzen, Schlafstörungen
- schlechte Träume
- Schwindel und Nasenbluten
- Konjunktivitis und Hautausschlag
- Leberentzündung
Seltener auftretende Nebenwirkungen von Tamiflu sind Krampfanfälle und Auswirkungen auf die Psyche, die sich in Form von abnormalem Verhalten, geringerer Konzentrationsfähigkeit, Bewusstseinstrübung, Haluzinationen und Abwesenheit. Meistens traten diese Nebenwirkungen bei Kindern auf.
Ist Tamiflu für jeden geeignet?
Ärzte haben in den letzten Jahren damit begonnen, Tamiflu zunehmend zurückhaltender zu verschreiben, womit die Behandlungen mit Tamiflu eher auf dringendere Fälle konzentriert wurden. In der voangegangenen Schweinegrippewelle wurde Tamiflu noch weitläufiger verschrieben, damit die Welle eingedämmt werden konnte und das Grippe Virus sich nur langsam ausbreitete.
Für bestimmte Gruppen von Menschen ist die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen höher, weshalb hier größere Vorsicht gewahrt sein muss. Es muss abgewogen werden, ob in so einem Fall der Einsatz von Tamiflu wirklich notwendig ist. Sollten Sie ein geschwächtes Immunsystem haben, wie zum Beispiel nach einer Chemotherapie oder durch eine schwere Krankheit, und Sie Tamiflu einnehmen möchten, müssen Sie äußert vorsichtig sein. In so einem Fall können die Nebenwirkungen deutlich stärker sein als bei Patienten ohne Vorerkrankungen.
Tamiflu ist nicht dafür geeignet, die Grippeimpfung zu ersetzen. Seine Wirksamkeit ist zeitlich begrenzt und nur auf die Zeit beschränkt, in der es auch eingenommen wird. Es ist als eine kurze und akute Behandlungsmethode gegen Grippe Viren geeignet, jedoch nicht für die langfristige Einnahme ausgelegt. Dauerhaften Schutz vor dem Grippe Virus bieten Impfungen.
Wer darf Tamiflu nicht einnehmen?
Menschen mit bestimmten körperlichen Beschwerden sollten Tamiflu nicht einnehmen. Zu diesen Beschwerden gehören Nierenunterfunktion oder Nierenversagen, insbesondere wenn sie sich einer Behandlung durch Dialyse unterziehen. Auch hier können die Nebenwirkungen durch Tamiflu schwerer ausfallen und auch Ihrem Körper direkt schaden.
Wie kann ich die Nebenwirkungen von Tamiflu vermeiden?
Damit möglichst keine Nebenwirkungen oder Komplikationen auftreten, sollten Sie ein paar Punkte beachten:
- Sie sollten das Medikament stets zur vorgeschrieben Zeit und regelmäßig einnehmen.
- Sie sollten die Behandlung wie angewiesen durchführen und nicht vorzeitig abbrechen.
- Virenblocker sind kein Ersatz für eine Grippe Impfung.
- Tamiflu dient nicht zur ständigen Prävention vor einer Infektion mit Grippeviren.












